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Info III/2002

 

Vorwort
Qualitätssicherung/Individualauswertung der BVASK Qualitätssicherung
Qualitätssicherung/Telefon- und e-mail Hotline für das Qualitätssicherungsprogramm
Wissenschaft/The 5000 Dollar Surgery Nobody Needs
Das liebe Geld/Betriebswirtschaftliche Auswertung Arthroskopischer Operationen
Wir freuen uns, folgende Neumitglieder begrüßen zu können
Geschäftsstelle und Geschäftszeiten
Impressum

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Begrenztheit der Mittel und die daraus resultierende Endlichkeit der Leistungsfähigkeit des solidarisch finanzierten Gesundheitswesens ist eine Tatsache, der alle Beteiligten ins Auge blicken müssen. Diese Wahrheit ist zumutbar. Allen, auch den Patienten. Alles andere kommt einer Entmündigung der Bürger dieses Landes gleich. Aber genau das betreiben Gesundheitspolitiker seit Jahren. Statt eine durchgreifende Neuorientierung anzugehen, wird das vorhandene System ausgepresst und zu Tode geritten. Wo doch jedem klar ist: begrenzten Mitteln können nur begrenzte Leistungen folgen. Reduzierte Mittel haben Leistungsreduktion zur Folge. Die Auswirkungen sind vorhersehbar und treffen zunächst den Patienten: Rationierung der Leistungen an gesetzlich Versicherten. Später ist dann der Arzt betroffen, bis hin zur Insolvenz bzw. Aufgabe der Kassenarzttätigkeit.

Es scheint, dass erst wenn der letzte Kredit storniert, das letzte Ambulatorium geschlossen und Budgets für niedergelassene Operateure überflüssig geworden sind, diese Bundesregierung begreifen wird, dass Verwaltungsangestellte keine Patienten operieren.

Sarkasmus befällt einen angesichts der jüngsten gesundheitspolitischen Entwicklungen. Der Weg in die staatlich gesteuerte Zuteilungsmedizin scheint unaufhaltsam. Die letzte Vokabel, die wir in diesem, zusehends in den real existierenden Sozialismus abgleitenden Umverteilungskrieg namens Gesundheitspolitik lernen durften, hieß ‚Vorschaltgesetz’.

Vor diesem Hintergrund lassen Sie uns der letzten wirklichen Freiheit des Arztes frönen (bevor wir die Vokabel ‚Rezertifizierung’ verinnerlichen dürfen): der freiwilligen Weiterbildung.

Georg Feldkamp hat für unsere Jahrestagung am 11./12. April 2003 im Colombi-Hotel in Freiburg ein hochinteressantes Programm zusammengestellt und namhafte Referenten gewonnen. Somit sind - in Verbindung mit dem attraktiven Tagungsort - alle Voraussetzungen für ein wirkliches ‚get together’ der arthroskopischen Leistungsträger gegeben. Lassen Sie sich dieses Ereignis nicht entgehen. Melden Sie sich mit beiliegendem Anmeldebogen an.

Ich wünsche Ihnen, Ihren Familien und Freunden zum bevorstehenden Weihnachtsfest und Jahreswechsel alles Gute

Ihr

Emanuel Ingenhoven


Qualitätssicherung
Individualauswertung der BVASK Qualitätssicherung

Ab sofort ist es möglich, Ihre Individualsummenstatistik der BVASK Qualitätssicherung online abzurufen. Mit dieser Ausgabe der BVASK – Info ist Ihnen Ihre BVASK-ID und Ihr Kennwort zugegangen. Um zu Ihrer Individualauswertung zu kommen, rufen Sie auf unserer Homepage (www.bvask.de) im Menü ‚Qualität’ den Unterpunkt Qualitätssicherungsstatistik, Individualauswertung auf. Es öffnet sich ein neues Browserfenster. Hier geben Sie bitte Ihre ID und Ihr Kennwort ein und klicken auf senden. Die aktuelle Monatsstatistik wird geöffnet. Sie sehen dann die Gesamtstatistik und in Klammern Ihre eigenen Werte. Sie können den Zeitraum abändern, um eine Gesamtstatistik ihrer Daten z. B. eines Jahres zu bekommen. Sollten Sie bisher keine Werte übermittelt haben, können Sie hier trotzdem die Gesamtstatistik abrufen. Ihre eigenen Werte sind dann immer auf Null gesetzt.

Hiermit hat der BVASK einen weiteren großen Schritt in Richtung einer effektiven Qualitätssicherung getan.

Der BVASK wird in Zusammenarbeit mit dem QualisKuratorium e.V. an weiteren Auswertungsmöglichkeiten arbeiten. So sollen in Zukunft gezielte Fragestellungen (beispielsweise die postoperative Zufriedenheit bei Patienten mit Ersatz des vorderen Kreuzbandes und Innenmeniskusnaht des linken Kniegelenks 14 Tage p.o.) beantwortet werden können. Mit Ihrer ID und Ihrem Kennwort können Sie auf alle geschützten Mitgliederinformationen auf unserer Homepage zugreifen.

Die Mitglieder die noch nicht an der Qualitätssicherung des BVASK teilnehmen, bitten wir dies umgehend umzusetzen. Die Qualitätssicherung ist die Grundvoraussetzung für die Möglichkeit des Abschließens von Verträgen des BVASK mit Krankenversicherungen. Mit diesem Thema wird sich der Vorstand in den nächsten Jahren gezielt beschäftigen.

Der Vorstand


Telefon und e-mail Hotline für das BVASK Qualitätssicherungsprogramm

Telefon (mittwochs 14.00-17.00 Uhr):
0211-9337801
E-Mail Support (ständig):
support@qualis.de

Eine Liste der häufig gestellten Fragen (Frequently Asked Questions) zum BVASK Qualitätssicherungsprogramm/Qualis® finden Sie unter www.bvask.de, in der Rubrik Service.


Wissenschaft
The 5000 Dollar Surgery Nobody Needs

Am 11.07.2002 veröffentlichte eine Arbeitsgruppe um J.B.Moseley* einen Aufsehen erregenden Artikel im ‚New England Journal of Medicine’ (NEJM). Die Arbeitsgruppe hatte 180 Patienten mit einer Osteoarthrose des Kniegelenkes prospektiv randomisiert unterschiedlichen Therapieverfahren zugeführt. Entweder einem arthroskopischen Debridement, einer arthroskopischen Lavage oder einer Scheinoperation (Placebo-OP).
Zusammenfassend kommen die Autoren zu der Erkenntnis, dass alle Therapieverfahren zu dem gleichen Ergebnis führen und deshalb „Milliarden von Dollar, die für arthroskopische Operationen ausgegeben werden, besser einem anderen Zweck zugeführt würden”.
Dieser Artikel hat weltweit Aufsehen erregt und auch in Deutschland zu Echo in Medien, Funk und Fernsehen geführt, die zum Inhalt haben, dass sich arthroskopische Operationen bei degenerativen Knieerkrankungen nicht auszahlen würden.

Der Vorstand des BVASK sah sich der Notwendigkeit gegenüber gestellt, hierauf zu reagieren. Nach genauer Analyse des Artikels, Hinzuziehung des wissenschaftlichen BVASK-Beirates Prof. Dr. Wilhelm Klein, Düsseldorf, von Prof. Dr. Jörg Jerosch, Neuss, sowie unter Verwendung der ‚Letters to the Editor’ in der Zeitschrift ‚Arthroscopy’ von Lanny L. Johnson, Vater aller modernen Arthroskopeure und Keith Chambers et. al., Vancouver Center of Clinical Epidemiology and Evaluation, kommt der BVASK zu der Erkenntnis, dass die von den Autoren gezogen Schlussfolgerungen aufgrund der vorliegenden Untersuchung nicht zu ziehen sind. Dies hat folgende Ursachen:


Studiendesign, Biomathematik und Statistik:

Inkongruenz der verwendeten Scores: Die Autoren nutzen eine visuelle Analogskala zur Schmerzmessung als Einschlusskriterium, als Outcome-Messinstrument wählen sie die generelle SF 36-Schmerzskala, um diese im weiteren Verlauf der Studie zu ignorieren und den eigenen Score (KSPS) zu konzipieren und diesen als Messinstrument für die Ergebnisse zu nutzen. Dieses Messinstrument wurde eigens für die Studie kreiert und ist nicht validiert. Es ist nicht zu verstehen und es beeinflusst naturgemäß die Ergebnisse, dass die Autoren ihr Messinstrument zweimal im Verlauf der Studie änderten.

Änderung des Studiendesigns während der Laufzeit: Was die Dinge biomathematisch noch konfuser macht ist die Tatsache, dass der Versuch zunächst mit einer Überlegenheitshypothese gestartet wurde. Dann, als die vorläufigen Ergebnisse der Hypothese nicht entsprachen, wurde sie in eine Gleichwertigkeits-Studie umgewandelt, deren Regeln im Nachhinein erst festgesetzt wurden. Hieraus ergeben sich erhebliche Verschiebungen in den Bewertungen der Ergebnisse, die letztendlich biomathematischen Grundregeln nicht entsprechen.

Des Weiteren muss den Autoren vorgeworfen werden, dass sie in einer sehr eingegrenzten Population (Veteranen, ausschließlich männlich) tätig wurden. Die Bewertung dieser Tatsache ist äußerst schwierig, in jedem Fall ist die Bevölkerungsgruppe nicht mit einer Normalpopulation zu vergleichen.


Medizin und Ethik

In die Studie aufgenommen wurden Patienten mit mäßiger Osteoarthritis. Ein Staging ist nicht erfolgt. So werden weder radiologische Kriterien (z.B. Beinachse, Arthrosegrad) genannt noch z.B. der Bewegungsumfang der erkrankten Kniegelenke gemessen, wo jedem von uns klar ist, dass Patienten mit starker Bewegungseinschränkung kaum noch eine Chance haben durch eine arthroskopische Gelenkoperation deutlich beschwerdegebessert zu werden. Ferner fehlen biometrische Daten wie z.B. Angaben über das Körpergewicht, dass, wenn es sehr hoch ist, häufig die Ergebnisse von Knieoperationen negativ beeinflusst. Präoperativ wurde auch nicht festgehalten, ob eine Gelenkschwellung bestand oder nicht.
In einer gerade veröffentlichten Studie in der renommierten nordamerikanischen Zeitschrift ‚Arthroscopy’ stellen Fond et al** fest: Arthroskopisches Debridement bei Arthrose des Kniegelenkes erbringt hervorragende Ergebnisse bei geeigneten Patienten. Schlechte Ergebnisse sind zu erwarten, wenn die Symptome lange vorbestehen, eine Erkrankung aller Kompartimente des Gelenkes vorliegen, bei niedrigem praeoperativem HSS-Score und Streckdefiziten von > 10 Grad vor OP.

Ein intraoperatives Staging wurde ebenfalls nicht durchgeführt, so fehlen Angaben über den Knorpelzustand (z.B. Outerbridge - Klassifikation) und über den Grad der Meniskusschädigung, auch wurde kein Vergleich zu den präoperativen Untersuchungsbefunden hergestellt.

Die intraoperativen Prozeduren wurden nicht festgehalten, es fehlen Angaben darüber, ob Synovektomien bei entsprechendem Befund durchgeführt worden sind, welche Art von Knorpelbehandlung durchgeführt wurde, wie der Meniskus genau behandelt wurde etc.
Es wurden keine knorpelinduktiven Maßnahmen (Abrasio, Mikrofrakturierung etc.) oder knorpelreparativen Maßnahmen durchgeführt.

Das p.o. Procedere bleibt weitgehend ungeklärt, so wird z.B. nicht auf die Zeit von Teilentlastung bzw. Entlastung der operierten Extremität eingegangen.

Aus vorgenannten Gründen ist die Studie, obwohl sie scheinbar in einer hochwertigen Zeitschrift publiziert wurde, wissenschaftlich nicht haltbar. Die hieraus gezogenen Schlussfolgerungen wurden von den nordamerikanischen wissenschaftlichen Gesellschaften inzwischen einhellig abgelehnt.
So teilen Keith Chambers et. al., Vancouver Center of Clinical Epidemiology and Evaluation, in ihrem Letter to the Editor im NEJM mit: „Die Art, mit der die Ergebnisse analysiert wurden und die Methoden der statistischen Analyse sind grob fehlerhaft.”
In einem gerade veröffentlichtem Editorial der Zeitschrift ‚Arthroscopy’ schreibt Stephen S. Burkhart, President der Arthroscopy Association of North America (AANA): „Die offizielle Position der AANA ist, dass bei sorgfältig ausgewählten Patienten mit Gonarthrose und mechanischen Symptomen ein arthroskopisches Vorgehen indiziert ist.”
Dieser Ansicht schließt sich der BVASK nachdrücklich an. Die Aussage dieser Studie ist falsch und unbegründet. Es ist unserer Meinung nach unethisch, Patienten mit ähnlichen Knieschmerzen - ohne weitere Befunderhebung - Scheinoperationen bzw. ausschließlich arthroskopischen Lavagen zuzuführen.
Wir alle wissen, dass einer arthroskopischen Operation eine dezidierte Befunderhebung und Indikationsstellung vorausgehen muss. Dies vorausgesetzt, ist nach allen Erfahrungen die arthroskopische Operation allen übrigen Verfahren bezüglich der Ergebnisse hoch überlegen.
Aus diesem Grunde ist die vorliegende Studie als unethisch und im Ergebnis falsch und irreführend zu bewerten.


Vergütung und Kosten

Interessant war das Echo der amerikanischen Laienpresse auf den Artikel im NEJM, so titulierte die New York Times ‚The 5000 Dollar surgery nobody needs’.
Hierzu noch mal Stephen S. Burkhart: „ Die Massenmedien, in ihrer Sensationslust, haben die Fakten verdreht und diese dann zu einer Generalanklage gegen die Arthroskopie genutzt.” Auch diese Praktiken kennen wir von einem Teil unserer Medien.
In diesem Zusammenhang interessieren den BVASK aber durchaus auch die 5.000 Dollar.
In Deutschland wird eine arthroskopische Lavage bei gesetzlich Versicherten mit der Ziffer 2445 abgegolten und ein arthroskopisches Debridement mit der Ziffer 2447, das bedeutet Preise zwischen 250.- und 500.- EUR pro Fall und verdeutlicht einmal mehr, dass wir für unsere Arbeit kein Honorar, sondern nur einen Hungerlohn erhalten.


Kommentar

Es wundert, dass das New England Journal of Medicine einen solchen Artikel veröffentlicht hat, der von handwerklichen, medizinischen und ethischen Fehlern sprießt. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass es sich primär nicht um eine Zeitschrift aus dem operativen Bereich handelt. Insofern - und dies scheint die Meinung vieler Leser aus dem orthopädischen Bereich zu sein - muss man eine derartige Publikation in einer solchen Zeitschrift auch berufspolitisch interpretieren.
‚Arthroscopy’-Chefredakteur Gerry G. Poehling, selbst Mediziner, schreibt in seinem Vorwort zu den Letters to the Editor „so lasst uns alle hieraus lernen, dass wir wissenschaftliche und ehrliche Forschung betreiben, welche zu einer Zunahme der Lebensqualität von Patienten auf einer gemeinsamen Grundlage führt”. Dem ist Nichts hinzuzufügen.

Dr. Emanuel Ingenhoven
Prof. Dr. Dr. h.c. Jörg Jerosch
Prof. Dr. Wilhelm Klein

*Moseley JB, O’Malley K, Petersen NJ, et al. A controlled trial of arthroscopic surgery for osteoarthrosis of the knee. N Eng J Med 2002;347: 81-88
**Fond J, Rodin D, Ahmad S, et al. Arthroscopic debridement for the treatment of osteoarthrosis of the knee. Arthroscopy. 2002 Oct; 18(8):829-34.


Das liebe Geld
Betriebswirtschaftliche Auswertung Arthroskopischer Operationen

Zur Überprüfung der Berechnungen der KBV und als Grundlage zu Verhandlungen bezüglich etwaiger Sonderverträge, führte der BVASK anhand der betriebswirtschaftlichen Auswertung einer ausschließlich operativ tätigen Orthopädischen Praxisklinik aus dem Jahr 2001 Berechnungen durch.
Die Basisdaten wurden unter folgenden Voraussetzungen erhoben:

  • Eigene OP-Abteilung mit vollständigem arthroskopischem Instrumentarium (alle arthroskopischen Operationen durchführbar), BV, OP nach DIN 1946, 1 OP-Saal, RLT-Anlage, Schleuse, Aufwachraum.
  • Einsatz von mehrfach verwendbarem Arthroskopie-Instrumentarium.
  • Eigenes Personal (inkl. Aufwachraum).
  • Praxis überwiegend (> 85% des GKV- und Gesamtumsatzes) operativ tätig.
  • Praxis > 9 Jahre existent.
  • ohne Unternehmerlohn/Arztgehalt.
  • ohne Rückstellungen.
  • alle Beträge sind in DM angegeben!

Berechnung der Betriebsausgaben/Jahr:

 
Gesamt
OP anteilig (85%)
Personal
375.549,07
319.216,70
Praxiseinrichtung
16.539,10
14.058,24
Finanzierungskosten/Miete
194.487,52
165.314,39
Raumkosten
31.485,66
26.762,81
Praxisbedarf
104.822,21
89.098,89
Beiträge/Versicherungen
50.646,60
43.049,61
Fahrzeugkosten
22.817,37
19.395,07
Fortbildung
6.760,48
5.746, 41
Abschreibungen
149.118,11
126.750,39
Verschiedenes (Implantate, Reparaturen, Neuanschaffung Instrumentarium, Hygiene, Wartung etc.)
105.910,24
90.023,70
Summe Betriebsausgaben
1.058.136,36
899.415,85


Berechnung der Kosten von OP-Nutzungszeiten nach KBV-Vorgaben:

Kostenstelle
Betriebstage x Std. x Auslast.
Blockierungszeit/Jahr
Gesamtkostenanteil
Kosten
Kosten/Stunde
OP:
237x8x80%
1516,8 Std./Jahr
90%
809.474,26
533,67 DM
Aufwachraum:
237x8x80%
1516,8 Std./Jahr
10%
89.941,89
59.30 DM
Gesamtkosten OPBetrieb/ Std.
       
592,97 DM

Die Kosten für eine durchschnittliche OP-Betriebsstunde beträgt demnach 592,97 DM/ 303,18 EUR


Beispiel für den Deckungsbeitrag der Ambulanten Operationen bei der Abrechnung über den EBM in der KVNo (ca. 9 Pf. Punktwert) :

Voraussetzungen:

  • 950 OP’s/Jahr, hiervon
  • 780 GKV Versicherte
  • 170 PKV Versicherte
  • 92% Anteil Arthroskopischer Operationen (aller Kategorien)
  • inkl. Vor- und durchschnittlich 3 Nachuntersuchungen
  • inkl. durchschnittlich 1 Röntgenbild in einer Ebene/Patient
  • ohne Unternehmerlohn/Arztgehalt
  • ohne Rückstellungen
Gesamtkosten Anzahl OP’s Kosten/operierten Patient

1.058.136,36 DM -17% v. SSB =
1.051.461,70 DM
(17% von 39.262,12 DM =
6.674,56 DM)

950 1.106,80 DM
GKV Einnahmen Anzahl OP’s Einnahmen/OP

793.919,04 DM

780 1.017,84 DM

Es wird ersichtlich, dass selbst unter günstigen Voraussetzungen (ca. 9 Pf. Punktwert, hohe Betriebsauslastung etc.) keine Kostendeckung arthroskopischer Operationen bei Abrechnung über den EBM erzielt werden kann. Von einem Unternehmerlohn ganz zu schweigen. Die Unterdeckung pro ambulant operativ versorgtem GKV-Patient beträgt durchschnittlich DM 88,96 = EUR 45,50/OP.

Rechnet man diese Zahlen auf ein Jahr hoch, so ergibt sich in unserem - realen - Beispiel (780 GKV-OP’s/Jahr) ein Verlust aus vertragsärztlicher Tätigkeit von DM 69.400 = EUR 35.500/Jahr.

Dem Operateur bleiben demnach folgende Möglichkeiten:

  1. Aufgabe der operativen Tätigkeit.
  2. Nutzung der Struktur eines ambulanten OP-Zentrums, an dessen Investition er nicht beteiligt ist oder eines Krankenhauses: Verschiebung der Verluste auf OPZentrumsbetreiber/Krankenhaus.
  3. Augen zu und durch, bis die Investition bezahlt ist. Danach evtl. nur noch Operationen an privat Versicherten.
  4. Reduzierung stark unterdeckter Operationen über Wartezeiten.
  5. Bildung größerer Einheiten (Mehrfachpraxen) um Verluste zu teilen.

E.I.


Wir freuen uns, folgende Neumitglieder begrüßen zu können:

Dr. med. Volker Fass, 79100 Freiburg
Dr. med. Roger Haunhorst, 52351 Düren
Dr. med. Mark Kaplan, 65185 Wiesbaden
Dipl. med. Olaf Pitzinger, 14712 Rathenow
Dr. med. Sven Pokar, 89073 Ulm
Dr. med. Hubert Waldheim, 23774 Heiligenhafen

Der Vorstand


Geschäftsstelle

Bundesverband für Ambulante Arthroskopie e.V.
c./o. Dr. E. Ingenhoven
Breite Str. 96, 41460 Neuss
Tel.: 02131-153840
Fax: 02131-25412
Mail: mail@bvask.de
Web : www.bvask.de

Geschäftszeiten:
Dienstag 9.00-11.00 Uhr
Mittwoch 12.00-14.00 Uhr

Die Geschäftsstellenleitung hat Frau Agnes Koch.


Impressum:

Herausgeber, Layout und V.i.S.d.P.:
Bundesverband für Ambulante Arthroskopie e.V.
41460 Neuss, Breite Str.96

Tel.: (02131) 153840, Fax: 25412
Redaktion dieser Ausgabe:
Marianne Hohenschutz
Dr. Emanuel Ingenhoven
Prof. Dr. Dr. h.c. Jörg Jerosch
Prof. Dr. Wilhelm Klein
Agnes Koch
Druck: Gebrüder Hoose GmbH, Bochum