Aktuelles
Für Ärzte
Mitgliederforum
Für Patienten
Qualität
Ethik-Kodex
Kongresse
Service
Kontakt
Partner
Partnerverbände
Impressum
Suche
Homepage
© 2001-2012 by BVASK e.V.

Nachlese

 

12. Jahrestagung des Bundesverband für Ambulante Arthroskopie e.V.
25. - 26. Mai 2001 in Dresden-Radebeul

Den BVASK hat es mit seiner Jahrestagung – nachdem er 1996 und 1997 bereits erfolgreich in Weimar getagt hat – wieder in den Osten gezogen. Ein Drittel unserer Mitglieder haben den Weg nach Dresden-Radebeul nicht gescheut. Es ist nämlich nicht so, dass es in den neuen Bundesländern keine ambulanten Arthroskopiker gibt. Im Gegenteil – es gibt sie und wir wollen sie für unseren Verband gewinnen. In Uli Gebhardt, ambulant operierender Chirurg aus Bautzen, der seit dem letzten Jahr den Vorstand verstärkt, hatte der BVASK für diese Tagung eine tatkräftige Stütze.

Nur gemeinsam sind wir stark und unsere Interessen werden nach wie vor von den zuständigen Berufsverbänden unzureichend vertreten. Ambulante Arthroskopiker/Operateure sitzen immer zwischen zwei, mitunter drei Stühlen und darum ist unsere Interessenvertretung gegenüber KBV, Bundesärztekammer oder den Kassenverbänden, nicht selten auch gegenüber der eigenen Fachgruppe, auch zwölf Jahre nach Gründung des Verbandes unverzichtbar.

Das Internet boomt und so ging es im ersten Teil der Tagung rund ums World Wide Web. Anders als für den Hausarzt, ist für den spezialisierten Arzt die eigene Homepage ein wichtiger Informationsträger. Hier gilt: um so spezialisierter, um so wichtiger die Information nach außen. Denn die Zeiten, in denen sich Patienten ihre Spezialisten mühselig aus den gelben Seiten heraussuchen sind bald vorbei.

Mit dem Verleger Dr. Hans Biermann von der Medcom Health Contents AG, dem Comuterspezialisten Thorsten Lau von der Ruhr-Universität Bochum, Prof. Jörg Jerosch und Dr. Emanuel Ingenhoven hatte der BVASK kompetente Referenten aufgeboten, die wissen, wie eine Website optisch gestaltet wird, wie sie nicht aussehen sollte oder wie das Navigationssystem funktionieren sollte.

Eine Internet-Seite ist nicht passiv, sondern aktiv; aber eines will der Nutzer jedenfalls nicht: zeitraubende Links und Ladezeiten. Statistisch gesehen, warnten die Referenten, reiche die Geduld des Internetnutzers maximal 16 Sekunden um eine Seite zu laden. Das heißt, so Thorsten Lau in seinem kleinen ABC der Homepage, die Website nicht überfrachten, schnell und klar gegliedert zur Sache kommen und keine zeitraubende Animationen, denn sie vergraulen den Nutzer.

So verführerisch die Präsentation im Internet sein mag, für den Freiberufler Arzt hat sie auch juristische Klippen. Information ja, Werbung nein – das sind die Vorgaben der Kammer und was sein darf und was nicht wusste Rechtsanwalt Dr. Martin Rehborn.

Drittes Hauptthema war die „Hygiene beim Ambulanten Operieren”; eine Wissenschaft, in die in den letzten Jahren viel Bewegung gekommen ist. Einerseits konnten alte Zöpfe abgeschnitten werden, andererseits sorgen die unterschiedlichsten Hygieneempfehlungen für Unsicherheit. Und dann sind da noch die selbsternannten Experten. Gerade die ambulanten Operateure haben in letzter Zeit gehäuft darunter zu leiden, dass sie „amtlichen” Besuch von Gesundheits- und Gewerbeaufsichtsämtern erhalten, der sie mit unsinnigen Auflagen konfrontiert. Aber selbst von Seiten der Berufsverbände ist man nicht sicher. Missverständliche Veröffentlichungen des Berufsverbandes der Orthopäden, dass die Kreuzbandplastik zu den Eingriffen gehört, die eine RLT-Anlage erfordern, sind ein treffendes Beispiel.

Dieser Meinung sind die Hygieniker nicht und so konnte Dr. Brigitte Grossart vom Freiburger Beratungszentrum für neue Standards im Hygienemanagement (BZH) ihre Zuhörer in Radebeul beruhigen:

Für die Durchführung einer ambulanten Arthroskopie, auch einer arthroskopischen Kreuzbandplastik, ist aus hygienischen Gründen im OP eine RLT-Anlage nicht notwendig!

Nicht weniger wichtig als das offizielle Proramm einer solchen Tagung sind die vielen kleinen Gespräche unter arthroskopischen Freud- und Leidensgenossen am Rande. Dafür war gerade in Radebeul und auf den Ausflügen nach Dresden viel Gelegenheit. Auch die meteorologische Schönwetterlage, die sich pünktlich zum Kongressbeginn einstellte, hat zum Gelingen der Jahrestagung beigetragen.

amf