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15. Jahrestagung
des Bundesverband für Ambulante Arthroskopie e.V. Die diesjährige Jahrestagung des BVASK fand in Kooperation mit der Deutschen Assoziation für Fuß- und Sprunggelenk e.V. (D.A.F.) vom 19.-20.03.2004 im Maternushaus in Köln statt. Bereits bei der Jahrestagung 2002 in Neuss hatte der BVASK gute Erfahrungen mit der Kooperation gemacht, damals mit der Deutschen Gesellschaft für Ellenbogen- und Schulterchirurgie (DVSE). Ziel dieser Kooperationen ist es, eine größere Anzahl von niedergelassenen und ambulant operierenden Kollegen anzusprechen, auch mit dem Gedanken, dass hier evtl. neue Mitglieder für den BVASK rekrutiert werden können. Schwerpunkt der D.A.F.-Tagung war die Vorfußchirurgie, insbesondere Vorfußkorrekturen und endoprothetischer Ersatz des MP-Endgelenkes. Umgeben von wissenschaftlichen Vorträgen der D.A.F. fand das wissenschaftliche Tagungsprogramm des BVASK am Nachmittag des 1. Kongresstages statt. Dr. Erggelet (Freiburg) berichtete über die operativen Möglichkeiten am Gelenkknorpel des Sprunggelenkes. Er unterschied oberflächliche Knorpelläsionen und tiefer greifende osteochondrale Läsionen wie z.B. bei der OCL. Hier sind verschiedene OP-Verfahren erforderlich. Bei intaktem subchondralem Knochen bieten sich auch bei größeren Defekten nach exaktem Debridement und Stabilisierung der Knorpelränder revitalisierende Verfahren an, die Mikrofrakturierung steht hier an erster Stelle. Mit der Abrasionschondroplastik sollte man sehr zurückhaltend sein, da man bei zu tiefem Auffräsen die tragende Fläche der subchondralen Kortikalis zerstören kann. Diese ist jedoch – auch bei einer gewissen Rigidität – postoperativ zusammen mit dem Regeneratknorpel für die Stoßabsorption verantwortlich. Bei tiefergehenden Knorpeldefekten im Rahmen der OCL ist die Mikrofrakturierung nicht Erfolg versprechend, da naturgemäß der subchondrale Knochen geschädigt ist. Hier bietet sich eine lokale Knorpeltransposition vom ventralen Bereich der Talusrolle nach dorsal hin an, da die Entnahmestelle nur bei maximaler Plantarflexion in der Belastungszone steht. Dies kann entweder durch eine Innenknöchelosteotomie oder durch eine keilförmige ventrale Tibiaosteotomie ohne spätere Osteosynthese durchgeführt werden. Wichtig ist eine konsequente Entlastung für mindestens sechs bis acht Wochen. Der BVASK-Vorsitzende Emanuel Ingenhoven sprach über die Impingementsyndrome des oberen Sprunggelenkes. Er unterschied dabei weichteilbedingte und knöchernen Impingementsyndrome. Die Weichteil-Impingementsyndrome sind meistens hypertrophe Synovialzotten oder meniskoide Strukturen, insbesondere medial gelegen. Diese können insbesondere bei leichterer Instabilität in den Gelenkspalt des OSG einschlagen und dementsprechend Reizzustände und Schmerzen verursachen. Die knöchernen Impingementsyndrome können durch freie Gelenkkörper, Exophyten oder OD bedingt sein. Exophyten sind insbesondere bei dem sogenannten Fußballergelenk sehr häufig, wobei es bei rezidivierenden Mikrotraumatisierungen zu der exostosenartigen Ausziehung der ventralen Tibiakante kommt. Diese kann arthroskopisch mittels Fräse sehr gut reseziert werden. Wenn ansonsten regelrechte Knorpelstrukturen bestehen, kann in der Regel eine vollständige Belastungsfähigkeit erwartet werden. Dr. Ben Ostendorf von der Universität Düsseldorf berichtete aus internistisch – rheumatologischer Sicht von neuen Wegen in der Diagnostik und Therapie der rheumatoiden Arthritis. Noch immer ist die Latenzzeit bis zur Diagnosestellung sehr lange. Dadurch ist die Chance einer frühzeitigen Therapie und damit Vermeidung von irrreparablen Schäden schlechter als bei einer rechtzeitigen Diagnostik. In der normalen Blutserologie geben die unspezifischen Parameter wie Rheumafaktoren oder CRP nur Hinweise auf eine mögliche rheumatoide Erkrankung: Der CPP/RF-Faktor besitzt dagegen eine sehr hohe Spezifität für die rheumatoiden Arthritis, damit ist jetzt eine frühe Erkennung möglich. Dieser Laborparameter wird mittlerweile in fast allen größeren Labors durchgeführt. Auch in der operativen Diagnostik mittels Synovia-PE ist man durch die Entwicklung spezieller Needleskopes einen Schritt nach vorne gekommen. Diese Kleinstarthroskope können in die Fingergrundgelenke eingeführt werden, so dass hier Synovia-PE’s und sogar auch Synovektomien und Knorpeldebridement durchgeführt werden können. Das gleiche ist auch am Großzehengrundgelenk möglich. Ostendorf wies darauf hin, dass nach einer Synovia-PE eine möglichst präzise Fragestellung an den untersuchenden Pathologen gestellt werden muss. Bei speziellen Fragestellungen ist es sinnvoll, sich an ein rheumatologisch ausgerichtetes Institut zu wenden. Abschluss des Sitzungsnachmittags des BVASK war ein Vortrag von Professor Jörg Jerosch, der endoskopische Verfahren im Fußbereich vorstellte. Mittels endoskopischer Abtragung des Fersenspornes und Teileinkerbung des medialen Anteils der Plantarfaszie konnte der operative Eingriff minimalisiert werden. Jedoch ist er sicherlich noch kein Routineeingriff, zumal doch bei einer gewissen Anzahl von Patienten nach Teilresektion der Plantarfaszie nach einer beschwerdefreien Zeit es zu erneuten Beschwerden kam, im MRT fand sich in vier von 17 Fällen ein Ermüdungsbruch des Fersenbeines als Erklärung für die wieder aufgetretenen Beschwerden. Sehr elegant lässt sich die Haglund-Exostose mittels Fräse abtragen, dabei kann insbesondere der Achillessehnenansatz sehr genau angegangen werden. Dies sei sogar besser möglich als bei der offenen Operation. Die Exostose kann so tief bis zum Ansatz der Achillessehne abgetragen werden, ohne diese zu schädigen. Daneben können auch degenerative Veränderungen der Achillessehne sehr genau inspiziert werden. Die meistens begleitende Bursitis subachillea kann ebenfalls endoskopisch gut angegangen werden. In diesem Rahmen kann auch eine seltene Indikation eines endoskopischen Eingriffs am Fuß, nämlich die Resektion des Os trigonum ebenfalls endoskopisch durchgeführt werden. Dies sind sicherlich Eingriffe, die in der Indikation sehr selten sind, aber bei einer gewissen endoskopischen Erfahrung doch relativ schnell erlernt werden können. Dr. Gerold Mohr
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